Datenschutz

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Wir geben alltäglich und selbstverständlich eine Vielzahl persönlicher und persönlichster Daten preis. Durch die Benutzung von EC- und Kreditkarten, durch die Nutzung des Internets, des Versandhandels, durch Kundenkarten und auf vielen weiteren Wegen. Diese Daten werden von einer Vielzahl von Stellen gespeichert und verarbeitet und von der gewerblichen Wirtschaft zum Geschäfte machen genutzt, ja missbraucht. 

Dadurch wird unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung, welches das Bundesverfassungsgericht in seinem „Volkszählungsurteil“ vom 15.12.1983 definiert hat berührt und verletzt. Denn über die Preisgabe und Verwendung der eigenen Daten entscheiden wir oftmals in Wirklichkeit gar nicht selbst.

 

Die sich rasant entwickelnden Möglichkeiten der technischen Datenverarbeitung und die Masse an Daten, die heute gespeichert werden, machen es dem Bürger bei der derzeit geltenden Rechtslage kaum möglich, sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung effektiv nutzen. 

Dieses Recht ist aber von elementarer Bedeutung, da mit den heute verfügbaren Technologien  aus den gespeicherten Daten einer Person ein Profil erstellt werden kann, das sein Konsumverhalten, seine finanzielle Situation, sein Familienstand, seine Reiserouten, sein Verhalten im Internet und viele weitere Aspekte enthalten könnte. Das Ergebnis ist der gläserne Mensch und Kunde. 

 

Das Deutsche Datenschutzrecht enthält die im Kern richtigen Ansätze für einen effektiven Datenschutz des Einzelnen gegenüber der Privatwirtschaft. Durch viele Einschränkungen, und Ausnahmeregelungen werden diese Rechte jedoch stark verwässert. Um die Privatsphäre jedes einzelnen besser gesetzlich zu schützen, und die Ausübung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung zu erleichtern, bzw. erst zu ermöglichen, muss das Datenschutzgesetz überarbeitet werden. 

 

Die sorglose Preisgabe von persönlichen Daten im Internet hat ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Gerade Jugendliche veröffentlichen ihre Daten auf Internetseiten wie zum Beispiel StudiVZ. Dort können Sie mit wenig Aufwand von Jedermann abgerufen werden. Die Veröffentlichung von privaten Videos oder Fotos kann spätestens bei einer Bewerbung zum Problem werden, da inzwischen auch Personalchefs diese Seiten nutzen, um Bewerber zu überprüfen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der modernen Kommunikationstechnik muss frühzeitig erlernt werden.

 

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