Zu den heute bekannt gewordenen Äußerungen des hessischen Wirtschaftsministers Rentsch erklärt Michael Hartmann, MdB:
„Die Äußerungen von Minister Rentsch zeigen die Ignoranz der hessischen Landesregierung. Kaum ist der Wirbel um den Bärendienst Planklarstellung verflogen, geht man auf die Nachbarn los anstatt das Fluglärmproblem endlich ernst zu nehmen. Der Hauptverantwortliche beschwert sich bei den Leidtragenden der politischen Entscheidungen seiner eigenen Regierung. Das ist ein zynischer Schlag ins Gesicht aller Fluglärmgeplagten in Mainz und Rheinhessen.
Dass Minister Lewentz bei 217 ausnahmsweise genehmigten Nachtflügen in nur einem Monat bei der zuständigen Genehmigungsbehörde nachfragt halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern im Sinne der vom Fluglärm betroffenen Bürger für selbstverständlich.
Die schnippische Antwort von Minister Rentsch, dass sich auch hessische Bürger von den Nachtflügen am Hahn gestört fühlen, lässt erhebliche Zweifel an seiner fachlichen Eignung für das Amt aufkommen. Schließlich entsprechen die 217 Ausnahmefälle statistisch sämtlichen Flugbewegungen am Flughafen Hahn an 2 Tagen. Ein Vergleich der beiden Flughäfen, bei rund 37.000 Flugbewegungen am Hahn und rund 465.000 am Flughafen Frankfurt pro Jahr, entbehrt jeder Grundlage.
Bevor er in Zukunft die eigene Untätigkeit mit Beschuldigungen, die andere treffen, zu kaschieren versucht, rate ich ihm dringend zu einem ausgiebigen Studium der Messwerte in den Bereichen beider Flughäfen.“

